Januar 2023: Insects and Stories - made in Switzerland!

Der Solothurner Bähram Alagheband ist Insektenfotograf aus Leidenschaft. Der Journalist aus Solothurn berichtet auch für das Schweizer Radio und Fernsehen regelmässig aus dem Argovialand. Was viele nicht wissen: Seine Leidenschaft liegt im Fotografieren. Seine Leidenschaft gilt den Insekten!
Und so war es für die dreissig Personen ein grosses Vergnügen, von Bähram in diese wunderbare Welt der Insekten entführt zu werden. Bährams sensationelle Bilder und Kurzfilme bringen alle zum Staunen, und seine Geschichten dazu auch. So sehen alle staunend dem Hirschkäferkampf in Rolle (VD) zu, der nach zähem Ringen unentschieden endet. Kein Käfermännchen kann das andere hochstemmen und vom Baum werfen. Ob dem Eifer haben die Herren gar nicht gemerkt, dass sich das angebetete Weibchen schon lange davon gemacht hat.
Auch die Geschichte des toten Dünen-Sandlaufkäfers auf einer renaturierten Fläche in Glattfelden ZH, der von einer Ameise in den Bau transportiert werden soll, ist einfach fantastisch. 

Die Ameise zerrt und zieht, aber die Widerhaken an den Beinen der Beute verheddern sich im Untergrund. Die anderen zu Hilfe eilenden Ameisen ziehen zuerst erfolglos in die andere Richtung oder stehen tatenlos da... bis jemand auf die Idee kommt, den Käfer auf den Rücken zu drehen und ihn gemeinsam wie einen Schlitten auf dem Panzer bequem abzutransportieren.
Fesselnd erzählt der Fotograf, wie lange er jeweils auf das perfekte BIld wartet. Ohne die Tierchen zu berühren und umzuplatzieren, wartet er auf "den" Augenblick. Die Mühe und Geduld lohnt sich. Denn so kommt das Publikum bequem den die Läuse stupsenden Ameisen oder dem hochgiftigen Ölkäfer ganz nah.
Wer mehr solche Bilder und Geschichten sehen und hören möchte: www.insectsandstories.ch

(Das Foto in der Mitte zeigt Bähram Alagheband und Ernst Räth, fotografiert von Anita Hürlimann)

November 2022: Nistkasten-Putz!

Der Verein NUR besitzt und betreut rund 300 Vogelnistkästen in Rümlang. Diese werden jedes Jahr zu Beginn der kalten Jahreszeit von hilfsbereiten naturliebenden Leuten  kontrolliert. Die Nistkästen werden mit Hilfe einer langen Stange von den Bäumen geholt, anschliessend wird die Vorderfront geöffnet und das vorhandene Vogelnest anhand eines Bestimmungsschlüssels einer Vogelart zugeordnet und protokolliert.
Mit einem Spachtel werden die Vogelnester aus den Kästen entfernt und anschliessend wieder an einem sicheren, möglichst trockenen Standort aufgehängt. 

Wenn es defekte Nistkästen gibt, werden diese mitgenommen und geflickt, damit sie möglichst rasch wieder an einem Baum hängen. Nachdem alle Daten in eine Statistik eingefügt sind, werden diese an den Dachverband BirdLife übermittelt.

Bei trockenem und mildem Wetter fanden sich am 19. November 2022 elf Personen ein, welche sich voller Energie und mit grossem Interesse engagierten, damit die Vögel parasitenfrei in die nächste Brutsaison starten können.

Herzlichen Dank für den grossartigen Einsatz!

Gartenarbeiten im Herbst: Lass es wild sein!

Die Zeit der Gartenhauptsaison neigt sich dem Ende entgegen, Zeit den Garten abzuräumen. Das ist mindestens die landläufige Meinung, die seit Grossmutters Zeiten galt. Doch das ist laut Fachbüchern und  -Zeitschriften längst überholt. Die Devise lautet: „Mehr Mut zum Chaos!“ Das heisst, was nicht unbedingt entfernt werden muss, sollte bis im Frühling stehen gelassen werden. In dürren Pflanzstängeln überwintert nämlich die nächste Generation verschiedener Insekten. 

Blüten werden noch bis in den Spätherbst hinein von Schmetterlingen, Wildbienen und Schwebfliegen gerne besucht. Und Früchte von Bäumen und Sträuchern bilden den Wintervorrat für unsere einheimischen Vögel. Wenn diese entfernt werden ist die Vorratskammer leer. 

Deshalb nochmals: schneiden Sie im Garten nicht alles ab, die Natur dankt es Ihnen.
Fragen beantworte ich gerne, Ernst Räth


August 2022: Das Dorffest!

Das Dorffest!

Es war ein tolles Wochenende!
Ein grosses Dankeschön an all die lieben aufgestellten Leute, die uns an unserem Stand besucht haben, die köstliche Kuchen gebacken haben, die Waren transportiert und auf- und abgeladen haben, die den Stand eingerichtet haben, die Äpfel gerüstet haben, sich Gartensorgen angenommen haben, die gespielt, geschrieben und gezeichnet haben, die sich für die Rümlanger Bilder interessiert haben und merci für die generationenübergeifende Mithilfe am Kaffee&Kuchen-Buffet - von dreieinhalbjährig bis über neunzig!


Das Buch!

Am Dorffest konnten Interessierte auch das Umfrageblatt "Mein Rümlang" ausfüllen und ihren Lieblingsplatz in Rümlang bezeichnen. Aus den vierunddreissig Ein- und Ausblicken ist das bunte Fotobuch "Unser Rümlang" entstanden, das zeigt, wie schön es ist, hier leben zu dürfen.

Der Bildband liegt in der Gemeindebibliothek auf und kann dort ausgeliehen werden.

Im Namen der Linde

Das war - trotz sengenden Hitze - ein würdiger Geburtstagsanlass, der Lindenspaziergang am 19. Juni 22: Am Schatten unter Linden, mit süssem Duft in der Nase und Bienengesumme in den Ohren!


30 Jahre!

Mit einer fröhlichen Gästeschar Geburtstag durften wir feiern. Hier sieht man Reporter Martin Allemann, wie er mit seiner Kamera einige der jetzigen und bisherigen NUR-Vorstandsmitglieder vor der NUR-Linde fotografiert.
(Foto: Sandra Saxer)

Vogelpirsch 2: Welchen Vogel gibt es hier zu entdecken?

Am 7. Mai lud Natur und Umwelt Rümlang (NUR) unter der Leitung von Ernst Räth zur zweiten Vogel-Pirsch im Naturschutzgebiet Glatt-Altläufe ein. Seit dem ersten Rundgang vor einem Monat sind verschiedene Zugvögel neu im Gebiet angekommen. Schon nach wenigen Metern hörte man einen Teichrohrsänger aus dem Schilf. Eingangs Wald ......

Unser Wald - Vortrag

von Thomas Hubli

Hier der Artikel aus dem Rümlanger vom 06.05.22

Das Interview

mit Ernst Räth, dem NUR-Präsidenten - denn der Verein feiert dieses Jahr sein 30jähriges Bestehen!

Alle Vögel sind schon da! Kennen Sie sie?

Bindingpreis für Biodiversität: Rümlang ganz vorne!

Bravo und weiter so!

Rümlang hat sich um den im 2021 erstmals vergebenen Binding-Preis zugunsten eines naturnahen Siedlungsraums beworben und ist unter die drei Finalisten gekommen.

Zum Online-Vortrag des "Sammelsack-Experten" Hanspeter Hösli von InnoRecycling AG vom 31. März 2021: 

Bring Plastic Back!


Von wegen Umweltschutz sei eine trockene Materie und ihre Verfechter seien humorlose Fanatiker. Hanspeter Hösli versprüht frischen Pioniergeist und eine ehrliche Begeisterung für sein Thema, dem Kunststoffrecycling.

Am letzten Mittwoch berichtete der Sammelsack-Experte der ersten Stunde in einem Zoom-Online-Referat, das vom Verein Natur&Umwelt Rümlang (NUR) organisiert worden war.

Über zwanzig interessierte Personen folgten von zuhause aus den fundierten Ausführungen des Fachmannes von InnoRecycling, der Schweizer Firma, die sich auf Verwertung von Plastikabfall spezialisiert hat. Kunststoff wird seit über 20 Jahren zu Regranulat verarbeitet.

Ganz klar wäre es für die Umwelt am besten, wenn wir gar keine Kunststoffverpackungen mehr brauchen würden. Aber das ist gemäss Hösli eine Illusion. Reduzieren ist trotzdem auch sehr wichtig. Seit sechs Jahren wird Haushaltkunstsoff im Sammelsack gesammelt (www.sammelsack.ch).

So wie wir Glas, PET, Alu, Papier und Karton sammeln, soll es selbstverständlich werden, dass wir die vielen Kunststoffabfälle, die im Haushalt anfallen, nicht in den Kehricht werfen sondern im Sammelsack sammeln und in der Altstoff-Sammelstelle abgeben.

Die Sammelsackinhalte werden sortiert und dann in Eschlikon im TG mit einem Verfahren zu Granulat verarbeitet. Zwei Drittelder Sammelmenge wird als wertvolles Kunststoffrecyclingprodukt (Regranulat) wieder in den Kreislauf zurückgeführt. So kann Erdöl und Energie zur Herstellung von Primärgranulat gespart werden. Ein Drittel Mischkunststoff wird für die Zementherstellung verwendet und substituiert Braunkohle oder Erdöl.

Pro Jahr werden 650‘000 Tonnen Kunststoff in der Kehrichtverbrennung vernichtet: Dadurch werden pro 1 Kilo Kunststoff 2,5 – 3 Kilo CO2 emittiert. "Alles ist besser als Verbrennen!" sagt auch das Bundesamt für Umwelt und das AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) des Kantons Zürich. 

Bei der Fragerunde zeigte sich ein Vorteil des Online-Referats, als eine Konsumentin eine leere Chipstüte direkt in die Kamera hielt und fragte, ob sie diese auch in den Sammelsack legen dürfe. Und da gab es eine erstaunliche Antwort: Ja, auch mehrschichtige Verpackungstüten, Tetra Pak‘s, Pflanzentöpfe, Beerenschalen, Fleischverpackungen - alles ist verwertbar! Aber bitte keine PET-Getränkeflaschen, geschäumten Styropor, verschmutzte Marinadeschalen, Plastik-Kinderspielzeuge, Medikamentenblister und Zahnbürsten, da letztere aus minderwertigem Kunststoff hergestellt seien. PET-Flaschen gehören unbedingt weiterhin in die PET-Sammlung!

Es gibt in der Schweiz über 310 Sammelstellen, welche volle Sammelsäcke entgegennehmen. Rümlang gehört seit diesem Jahr auch dazu. Die 60 l - Sammelsäcke können in der Altstoffsammelstelle bezogen werden.

Hösli lädt Interessierte für nach Corona zu einer Werksbesichtigung in Eschlikon TG ein. Auf der Homepage der NUR wird dies dann publiziert sein. Dort sind auch ergänzende Informationen aus dem Referat aufgeschaltet.

Das langfristige Ziel von Hanspeter Hösli wäre die gesammelte Menge von 100'000 Tonnen Plastikabfall pro Jahr. An seinem ansteckenden lebhaften Engagement kann es garantiert nicht liegen, wenn das nicht klappen sollte.

Anita Hürlimann (NUR)

Unsere Siedlungsvögel

Ernst Räth hat auch eine Übersicht unserer Siedlungsvögel erstellt. Viel Freude beim Beobachten und Kennenlernen!

Rümlang ist schön!

Wir leben in einer vielfältigen Umgebung mit Landschaft, Natur und Technik. Zu Fuss oder mit dem Velo lassen sich in alle Himmelsrichtungen viele besondere Sehenswürdigkeiten entdecken. Was es dazu braucht: offene Augen! Geniessen wir, was wir haben und staunen wir immer wieder über all das Schöne am Wegrand!

Naturzentrum Neeracherried


Erleben Sie die Natur hautnah im Neeracherried! 

Im BirdLife-Naturzentrum Neeracherried lässt sich die Natur hautnah erleben: Vögel, Frösche, Libellen und eine grosse Vielfalt an Pflanzen können von den Stegen und den beiden Beobachtungshütten aus entdeckt werden. Das Naturzentrum kann individuell besucht werden oder auch im Rahmen einer Führung mit einer angemeldeten Gruppe, sei es mit einem Verein, einer Firma oder mit der Familie. Direkt beim Naturzentrum liegen zudem eine Beobachtungsplattform sowie zwei Naturpfade und ein Picknickplatz (ohne Feuerstelle).