Zum Online-Vortrag des "Sammelsack-Experten" Hanspeter Hösli von InnoRecycling AG vom 31. März 2021: 

Bring Plastic Back!


Von wegen Umweltschutz sei eine trockene Materie und ihre Verfechter seien humorlose Fanatiker. Hanspeter Hösli versprüht frischen Pioniergeist und eine ehrliche Begeisterung für sein Thema, dem Kunststoffrecycling.

Am letzten Mittwoch berichtete der Sammelsack-Experte der ersten Stunde in einem Zoom-Online-Referat, das vom Verein Natur&Umwelt Rümlang (NUR) organisiert worden war.

Über zwanzig interessierte Personen folgten von zuhause aus den fundierten Ausführungen des Fachmannes von InnoRecycling, der Schweizer Firma, die sich auf Verwertung von Plastikabfall spezialisiert hat. Kunststoff wird seit über 20 Jahren zu Regranulat verarbeitet.

Ganz klar wäre es für die Umwelt am besten, wenn wir gar keine Kunststoffverpackungen mehr brauchen würden. Aber das ist gemäss Hösli eine Illusion. Reduzieren ist trotzdem auch sehr wichtig. Seit sechs Jahren wird Haushaltkunstsoff im Sammelsack gesammelt (www.sammelsack.ch).

So wie wir Glas, PET, Alu, Papier und Karton sammeln, soll es selbstverständlich werden, dass wir die vielen Kunststoffabfälle, die im Haushalt anfallen, nicht in den Kehricht werfen sondern im Sammelsack sammeln und in der Altstoff-Sammelstelle abgeben.

Die Sammelsackinhalte werden sortiert und dann in Eschlikon im TG mit einem Verfahren zu Granulat verarbeitet. Zwei Drittelder Sammelmenge wird als wertvolles Kunststoffrecyclingprodukt (Regranulat) wieder in den Kreislauf zurückgeführt. So kann Erdöl und Energie zur Herstellung von Primärgranulat gespart werden. Ein Drittel Mischkunststoff wird für die Zementherstellung verwendet und substituiert Braunkohle oder Erdöl.

Pro Jahr werden 650‘000 Tonnen Kunststoff in der Kehrichtverbrennung vernichtet: Dadurch werden pro 1 Kilo Kunststoff 2,5 – 3 Kilo CO2 emittiert. "Alles ist besser als Verbrennen!" sagt auch das Bundesamt für Umwelt und das AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) des Kantons Zürich. 

Bei der Fragerunde zeigte sich ein Vorteil des Online-Referats, als eine Konsumentin eine leere Chipstüte direkt in die Kamera hielt und fragte, ob sie diese auch in den Sammelsack legen dürfe. Und da gab es eine erstaunliche Antwort: Ja, auch mehrschichtige Verpackungstüten, Tetra Pak‘s, Pflanzentöpfe, Beerenschalen, Fleischverpackungen - alles ist verwertbar! Aber bitte keine PET-Getränkeflaschen, geschäumten Styropor, verschmutzte Marinadeschalen, Plastik-Kinderspielzeuge, Medikamentenblister und Zahnbürsten, da letztere aus minderwertigem Kunststoff hergestellt seien. PET-Flaschen gehören unbedingt weiterhin in die PET-Sammlung!

Es gibt in der Schweiz über 310 Sammelstellen, welche volle Sammelsäcke entgegennehmen. Rümlang gehört seit diesem Jahr auch dazu. Die 60 l - Sammelsäcke können in der Altstoffsammelstelle bezogen werden.

Hösli lädt Interessierte für nach Corona zu einer Werksbesichtigung in Eschlikon TG ein. Auf der Homepage der NUR wird dies dann publiziert sein. Dort sind auch ergänzende Informationen aus dem Referat aufgeschaltet.

Das langfristige Ziel von Hanspeter Hösli wäre die gesammelte Menge von 100'000 Tonnen Plastikabfall pro Jahr. An seinem ansteckenden lebhaften Engagement kann es garantiert nicht liegen, wenn das nicht klappen sollte.

Anita Hürlimann (NUR)

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Naturzentrum Neeracherried


Erleben Sie die Natur hautnah im Neeracherried! 

Im BirdLife-Naturzentrum Neeracherried lässt sich die Natur hautnah erleben: Vögel, Frösche, Libellen und eine grosse Vielfalt an Pflanzen können von den Stegen und den beiden Beobachtungshütten aus entdeckt werden. Das Naturzentrum kann individuell besucht werden oder auch im Rahmen einer Führung mit einer angemeldeten Gruppe, sei es mit einem Verein, einer Firma oder mit der Familie. Direkt beim Naturzentrum liegen zudem eine Beobachtungsplattform sowie zwei Naturpfade und ein Picknickplatz (ohne Feuerstelle).