Waldmaus - die Jugendgruppe mit Naturflair!

Seit Frühling 2016 treffen sich junge naturbegeisterte Mädchen und Buben einmal monatlich am Mittwoch zu einem Naturnachmittag. Unter der Leitung von Christine Marti, Antonella Urech und Ernst Räth gibt es immer ein spannendes Thema verbunden mit Informationen, Aktionen, Spiel und Spass. Teilnehmen können interessierte Kinder von der 1. bis zur 6. Klasse. Hier zur Anmeldung bei Christine Marti:

Mai 2019: Insekten - überall!

Im Mai wurde die Jugendgruppe Waldmaus von einem jungen Mann am Treffpunkt erwartet. Jonas Cheung ist ein Kenner verschiedenster Insekten. Der junge Biologiestudent ist seit seiner Kindheit von Käfern und anderen sechsbeinigen Tieren fasziniert.


Die ruhige Wesensart von Jonas und die spürbare Begeisterung für Insekten wirkte ansteckend auf die teilnehmenden Kinder dieses Nachmittages. Nach kurzer Zeit wurden überall Insekten gesucht und auch schnell gefunden. Die Naturforscher entdeckten Ameisen, verschiedene Käfer, darunter ein herrlicher Totengräber, ein Mistkäfer und riesige Wasserkäfer, Zecken, Libellen, Mücken, Wespen und Schmetterlinge. Durch den Wald wurden Sätze wie diese gerufen: «Schau mal Jonas, was ist das für ein Käfer?», «Ich habe eine Mücke gefunden!» oder «Wow, eine Wespe, so cool, schnell, rennt zu mir und schaut!». 

Mit Hilfe eines Lupenbechers waren die Insekten einfach zu fangen, schnell wurde der Deckel darauf geschraubt und durch den Lupendeckel konnten die Gefangenen intensiv und mit genügend Zeit betrachtet werden. Sicher waren die Tiere froh, dass sie nach kurzer Zeit wieder in den Wald entschwinden konnten! 


Gross war das Erstaunen, als Jonas verkündete, dass nun alle auf die Suche nach essbaren Käfern gehen würden. Die gefundenen Schokoladenkäfer waren schnell gegessen und rundeten den gelungenen Nachmittag perfekt ab.

April 2019: Verliebt - Verlobt - Vogelnest!

Der wolkenverhangene Himmel konnte die gute Laune der Kinder der Jugendgruppe Waldmaus nicht trüben, gut gelaunt und perfekt angezogen für das wechselhafte Wetter, nahmen sie den kurzen Spaziergang in den Wald in Angriff.

Nach dem Zufallsprinzip wurden zwei Gruppen gebildet. 

Die erste Gruppe begab sich sogleich in den Wald, um dort von Ernst Spannendes über die Vögel und ihren Nesterbau zu erfahren. Gleich darauf durften die Naturentdecker selbst kreativ werden und ein eigenes Vogelnest bauen.

Die zweite Gruppe lief direkt weiter zu der Grillstelle im Vidum, entfachte dort ein Feuer, sammelte Kräuter und Blumen, um Hühnereier damit zu verzieren und sie anschliessend im Zwiebelschalensud zu färben.

An beiden Posten entstanden wunderschöne, von den Persönlichkeiten der Kindern geprägte Kunstwerke. Der Nachmittag war geprägt von Fröhlichkeit, Zufriedenheit und einem neu gewonnenen Gruppenzusammenhalt. Wunderbar!

März 2019: Frühlings-Foto-Postenlauf!!

Wir trafen uns auf dem Pausenplatz des Schulhauses Rümelbach.

Weil neue Waldmauskinder dabei waren, gab es im alten Friedhof zuerst eine Kennenlernrunde mit lustigen Gruppenspielen.

Danach fragten wir uns, woran wir erkennen, wie in der Natur, in der Tier- und Pflanzenwelt und bei uns Menschen der Frühling Einzug hält.

Die Knospen der Pflanzen konnten wir gleich vor Ort entdecken und die verschiedenen Lieder der Vögel waren nicht zu überhören.

Auf Frühling eingestimmt, machten wir uns auf den Weg in den Wald. Aber das Leitungsteam bestehend aus Christine Marti, Antonella Urech und Ernst Räth hatte etwas ganz Besonderes vorbereitet: einen Foto-Postenlauf!

Aufgeteilt in zwei Gruppen suchten wir anhand von Bildern den Weg zu unserem Waldplatz. Bei richtigem Aprilwetter, also bei Regen, Wind und Sonnenschein erreichten wir unseren Zvieriplatz. 

Nach einer kurzen Stärkung durften alle einen Strohkranz mit gefundenen Moosstückchen und  Waldschätzen anfertigen. Eifrig wurde gearbeitet, gestaltet und dekoriert, dass die Zeit viel zu schnell vorüber ging. Mit grosser Freude und stolz wurden die wunderschönen Frühlingskränze nach Hause getragen.

Januar 2019: Der Holzfäller im Naturschutzgebiet!

Winterlich, windig und kalt war es an diesem Mittwochnachmittag, doch den Spurensucher der Jugendgruppe Waldmaus machte dieses Winterwetter nichts aus. Warm angezogen machten sie sich auf den Weg in das Naturschutzgebiet in der Nähe des Flughafens. Unterwegs wurden mehrere Zwischenhalte eingelegt, um interessante Facts über den ominösen Holzfäller des nahen Waldes zu vernehmen: ein dichter Pelz, Schwimmflossen an den Hinterbeinen, Hände, die sich eignen um alles festzuhalten, eine Kelle als Schwanz, Ohren und Nase, welche sich beim Tauchen automatisch verschliessen, sowie starke, orange Zähne, welche ein Leben lang weiterwachsen… 

Leise und gespannt näherten sich die Kinder der Biberburg und bewunderten die verschiedenen Asthaufen, welche der Biber über seinem Bau angehäuft hat. Nur wenig entfernt wurden die angenagten Bäume und die liegen gelassenen Holzspäne bestaunt, da entdeckten die kundigen Tierforscher am Rande einer kleinen Wasserfläche eine Schleifspur. Dieser Biberwanderweg führte direkt in den Wald, in welchem unzählige kleine Bäume gefällt, zerlegt und bereits abtransportiert geworden waren. Als die Kinder dem Ufer der Wasserfläche folgten, entdeckten sie einen Biberdamm, welchen der Biber gut mit Stämmen verstrebt und mit Schlamm abgedichtet hatte. Jetzt wurde es allen klar: der Biber ist nicht nur ein Holzfäller, sondern auch ein Baumeister! 

November 2018: Vom Herbst zum Winter!

Im November verbrachten die Waldmäuse den Nachmittag im Wald.  Christine  Marti erwartete die Kinder bei der Feuerstelle Widum (beim Vita-Parcours-Anfang) und hatte schon ein Feuer vobereitet, um dann später Maroni zu braten.

Die Waldmäuse machten sich vom Hallenbad her auf den Weg und bekamen gruppenweise eine Sammelaufgabe für auf den Weg. Sie sollten allerlei Dinge sammeln wie bunte Blätter, Eicheln, Beeren, Steine, Tannzapfen und so weiter.
Mit den gesammelten Schätzen sollten sie dann später im Wald ein Natur-Mandala legen. Eifrig sammelten die Kinder vielerlei Naturmaterialien.

Am Rastplatz angekommen roch es fein nach Feuer und den brutzelnden Maronis.

Sogleich machten sich die verschieden Gruppen an die Gestaltung ihres Mandalas.

Daneben wurde ein Arbeitsplatz zur Herstellung von Vogelfutterbehältern vorbereitet.
Unter Anleitung füllten die Kinder dort leere Baumnussschalen und Tassen mit Kokosfett und Vogelfutter. Diese sollten dann im Winter an einen Baum gehängt werden.
Emsig arbeiteten alle an den jeweiligen Posten.

Es entstanden wunderschöne kreative Kunstwerke.
Die Maronis schmeckten wunderbar und alle hatten ihre Freude daran. Am Feuer brutzelten auch Würste und Pizzateig am Stecken wurde gebacken. Wie immer genossen alle den kurzweiligen und schönen Nachmittag.

Oktober 2018: Unser Abwasser!

Im Oktober unternahm die Jugendgruppe Waldmaus einen speziellen Ausflug: Mit Zug und Bus ging es nach Bülach, um dort in den Genuss einer professionellen Führung des engagierten Teams der Abwasserreinigungs-anlage Furt zu kommen. 

 Alle waren beeindruckt von dem mächtigen Gestank, der intensiv aus dem Rechenbecken in die Nase stach. Nein, nicht das dreckige Abwasser stinkt, sondern die Menge der vielen verschiedenen Duftstoffe von Shampoos und Waschmitteln, welche jeden Tag in das Abwasser gelangen.

Kindergerecht erklärten die Fachleute, wie das Abwasser in die ARA gelangt, wie es zuerst mechanisch gereinigt und anschliessend in einem Vorklärbecken von Fett befreit wird.

In einem nächsten Schritt werden dem Wasser Mikroorganismen hinzugefügt, welche die Wasserreinigung zuverlässig verrichten.

Unter dem Mikroskop durften die Kinder mit 100facher Vergrösserung viele verschiedene Individuen bei ihrer Arbeit beobachten. Anschliessend warf die Gruppe einen Blick in das Belüftungsbecken, gefolgt von dem Nachklärbecken, bevor das Gebäude mit der grossen Filtrationsanlage betreten wurde. Hier reinigt Schiefer und Quarzsand das Wasser soweit, dass es anschliessend wieder in die Glatt geleitet werden darf. 



September 2018: Nacht der Vampire...äh...Fledermäuse!

Mit einem Vampirdrink und Fledermaushäppchen wurden die Mitglieder der Jugendgruppe Waldmaus und ihre Eltern in der Nähe der Glatt willkommen geheissen.

Etwas später erzählte Ernst Räth spannende Einzelheiten über Fledermäuse, und es wurde versucht, einen Partner beim Geräuschmemory zu finden. Die einen Teilnehmer fanden das Spiel einfach, die anderen taten sich schwer damit. Mit dem Fahrrad fuhr die bunte Schar anschliessend weiter an die Glatt. Dort durfte sich ein Kind auf den Boden legen, sein Umriss wurde auf den Boden gezeichnet und mit wenigen Strichen zu einer Fledermaus erweitert. Fledermäuse sind wie wir Menschen Säugetiere und haben den selben Körperbau. Langsam wurde es dunkler, die Fahrräder kamen erneut zum Zug und die Gruppe machte sich auf den Weg in Richtung Oberglatt. Die zwei Fledermausdetektoren wurden eingeschaltet und gespannt wurde gewartet, ob sich eines dieser faszinierenden Tiere zeigen würde. 

Um die Zeit zu verkürzen, durften die Kinder versuchen, wie eine Fledermaus zu fliegen und gleichzeitig ein Grissini zu essen, was gar nicht so einfach war. Plötzlich rief ein Kind: «Eine Fledermaus!» und schon knatterte der Detektor und mehrere Leute sahen die erste Fledermaus des Abends. Es war eine Zwergfledermaus. Kurz darauf folgte eine zweite, und gleich danach gesellte sich ein Abendsegler dazu. Er drehte eine majestätische Runde in wenigen Metern Höhe, für alle gut sichtbar. Über längere Zeit flogen die Fledermäuse genau vor uns ihre Runden und präsentierten ihr Jagdgeschick. Was für ein Erlebnis!

Am Schluss des Abends standen wir direkt an der Glatt und beobachteten die Wasserfledermäuse, wie sie knapp über dem Wasser flogen und nach Insekten jagten. Zufrieden und mit vielen, neugewonnenen Eindrücken traten die Fledermausfreunde den Heimweg in der Dunkelheit an.

Juli 2018: Schmetterling - flieg!

Die Kinder waren begeistert: ein Jugendgruppen Waldmaustreffen mit dem Fahrrad! Wir trafen uns am Bahnhof Rümlang und brausten gleich danach los in Richtung Naturschutzgebiet. Nach ein paar Regentropfen zeigte sich gleich wieder die Sonne und der Suche nach den bunten Schmetterlingen stand nichts mehr im Weg.

In drei Gruppen konnten die Schmetterlinge auf verschiedene Arten entdeckt werden.
Am ersten Posten wurde viel Wissenswertes über Schmetterlinge erzählt und auf der angrenzenden Wiese gab es gleichzeitig verschiedene Sommervögel zu sehen. 

Die zweite Gruppe machte eine Rundfahrt mit dem Fahrrad durch das Naturschutzgebiet. An verschiedenen Stellen wurde angehalten, damit die Kinder die Gelegenheit bekamen Schmetterlinge zu entdecken und zu bestimmen.

Beim dritten Posten durfte gebastelt werden: jedes Kind faltete einen wunderschönen Schmetterling, welcher anschliessend mit Draht am Velo befestigt wurde.

Es war ein gelungener Nachmittag, nur einen Wunsch galt es noch zu erfüllen: schneller Velofahren!

April 2018: Auf Spurensuche im Rümlanger Wald!

Die Wetterbedingungen für das Vorhaben der Jugendgruppe Waldmaus waren perfekt! Vierzehn aufgeweckte, interessierte und sportliche Naturforscher machten sich auf den Weg, um Spuren im Rümlanger Wald zu entdecken.

Die jungen Forscher schritten enge Trampelpfade ab, krochen unter dichtem Astwerk durch, überquerten kleine Bäche und erkundeten den Rand einer kleinen Sumpffläche. 


Dabei entdeckten sie Ackerflächen, welche von Wildschweinen umgegraben wurden, Mäuselöcher, Fussabdrücke von Rehen und Wildschweinen, leere Schneckenhäuser, Kot von einem Reh, Käferspuren an abgestorbenen Bäumen, Specht Löcher, Federn, eine Wildschwein Suhle mit Malbäumen und einen Vogelrupf. Den kundigen Forschern blieben auch die Spuren der Menschen nicht verborgen. Es gab Reifen- und Fussspuren, abgeholzte Bäume und liegengelassener Kehricht. Als Spuren der Natur identifizierten die kundigen Kinder die abgebrochenen Äste und Bäume im Wald.

März 2018: Wir lieben die Vielfalt!

Am 21. März trafen wir uns vor dem Hallenbad Rümlang. Gemeinsam wanderten wir Richtung „Huebehütte“, wo wir uns als Erstes einen kurzen Film anschauten. Im Film sprach Mutter Erde zu uns und mahnte uns, besser auf die Natur zu achten. 

Sie sagte uns, dass der anfallende Abfall nur von uns Menschen produziert wird. „Ist das so?“, fragten wir uns. 

Was geschieht mit den vielen Blättern, welche im Herbst von den Bäumen fallen ? Auf einen Quadratmeter sind das ca. 2500 Blätter! Würden sie liegen bleiben, stiege der Waldboden um ca. 30 cm jährlich.  Frage: Wer bringt das Laub zum Verschwinden? 

Antwort: Ganz viele verschiedenen Lebewesen, welche auf dem oder im Waldboden leben! Auf einem Quadratmeter Waldboden mit einer 30cm Tiefe sind das ca. 300 Tausendfüssler, 100 Käfer, 80 Regenwürmer, 50 Spinnen und unzählige Milben, Bakterien und Algen. Eine Hand voll Erde enthält etwa so viele Lebewesen wie Menschen auf der Erde leben. 


All diese Kleinstlebewesen ernähren sich vom Laub und zersetzen es. Zusammen bilden sie eine grosse Fressgemeinschaft, in der jede Art ihren Platz hat. So verwertet die Natur ihren eigenen „Abfall“. Aus dem Laub wird wertvoller Humus für die Pflanzen und Bäume im Wald, und so schliesst sich ein Kreislauf. 

Wir nahmen uns Zeit, die fleissigen Verwerter zu suchen und unter der Lupe zu bestimmen. Wir konnten viele Beobachtungen austauschen, doch die Zeit verging viel zu schnell. 

Nach dem Zvieri bastelten wir "Guerilla-Saatkugeln". Das sind Kugeln aus Erde, angereichert mit Wildblumensamen. 

Weil die Bevölkerung stetig wächst und darum immer mehr Häuser und Strassen gebaut werden, verringert sich der Anteil von Blumenwiesen und Äckern in Rümlang. Dadurch haben viele Wildbienen und andere Insekten und Schmetterlinge weniger Pflanzen und Erdfläche für ihre Nahrungssuche. 

Diese Blumenkugeln oder Blumenbomben wie wir sie nennen, werfen oder vergraben wir auf brach liegende Stellen und hoffen, dass sie gut keimen und wachsen. So geben wir der Natur etwas zurück.